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2011
20. Mär.

Hermesdeckungen

in EU-/OECD-Ländern bis 06/2011 verfügbar!

Die EU-Kommission hat die befristete Regelung zur staatlichen Exportkreditversicherung für Lieferungen in EU- und OECD-Länder genauer gefasst: Sie entschied positiv über einen Antrag der Bundesregierung, dass Lieferungen zu kurzfristigen Zahlungszielen, die bis einschließlich 30. Juni 2011 erfolgen, mit Exportkreditgarantien abgesichert werden können, wenn die betreffenden Exportverträge bis zum Jahresende 2010 unterzeichnet werden.

Seit August 2009 haben deutsche Exporteure die Möglichkeit, Lieferungen in die EU- und OECD-Länder zu kurzfristigen Zahlungszielen mit Hermesdeckungen abzusichern. Diese Ausnahmeregelung hat die EU-Kommission bis Ende 2010 befristet. Unklar war bislang, ob auch Lieferungen absicherbar sind, die zwar im Jahr 2010 vertraglich vereinbart wurden, jedoch erst in 2011 erfolgen. Diesbezüglich erhalten Exporteure nun Planungssicherheit für ihre Risikoabsicherung über das Jahresende hinaus.

Hintergrund dieser Entscheidung ist eine Mitteilung der EU-Kommission aus dem Jahre 1997, die kurzfristige staatliche Exportkreditversicherungen für Bereiche untersagt, in denen ein ausreichendes Absicherungsangebot der Privatwirtschaft vorliegt. Ein solches Angebot wurde bis zum Beginn der Finanzkrise bei Lieferungen zu kurzfristigen Zahlungszielen in die Länder der EU und OECD angenommen. Infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise stand der Exportwirtschaft jedoch kein ausreichendes Absicherungsangebot für diese Länder mehr zur Verfügung, woraufhin die EU-Kommission im August vergangenen Jahres eine bis Ende 2010 befristete Ausnahmegenehmigung für die staatliche Exportkreditversicherung erteilte.

Exporteure nutzen die Absicherungsmöglichkeiten mit Hermesdeckungen von Lieferungen mit kurzfristigen Zahlungszielen in den genannten Länderkreis in großem Umfang. Überwiegend werden Sammeldeckungen in Form von APG und APG-light zur Absicherung mehrerer Lieferungen an verschiedene Auslandskunden abgeschlossen. Im vergangenen Jahr wurden rund zwei Drittel aller neuen Limitanträge im Rahmen der APG und APG-light für Abnehmer in der EU bzw. OECD gestellt. Der gemeldete Umsatz innerhalb dieser Limite lag bei 264 Mio. EUR für die Zeit von August bis zum Jahresende. Die in 2010 zunehmenden Exportumsätze deutscher Unternehmen führen zu einer anhaltend hohen Nachfrage nach diesen Absicherungsmöglichkeiten.

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