Wichtig zu wissen!

Kategorie: Vorsorgemanagement

2017
02. Feb.

Was ändert sich in 2017 zum Thema Rente

 

 

Fast schon regelmäßig stehen zu einem Jahreswechsel auch Änderungen bei den Themen der Rente an. 2017 gelten folgende Neuerungen:

  • Betriebliche Altersversorgung (Rechengrößen)
  • Gesetzliche Rentenversicherung (Flexirente)
  • Private Vorsorge (steuerfreie Aufwendungen)

Betriebliche Altersversorgung (bAV)
Mit der Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung (West) auf jährlich 76.200 EUR (bisher 74.400 EUR) steigt auch der Teil des Gehalts, der steuer- und sozialversicherungsfrei zur bAV aufgewendet werden kann. Der jährliche Höchstbeitrag steigt von 2.976 EUR auf nunmehr 3.048 EUR.

Mit der höheren Bezugsgröße in der Sozialversicherung bleiben ab 2017 Rentenleistungen bis zu monatlich 148,75 EUR in der Kranken- und Pflegeversicherung beitragsfrei. Die Bezugsgröße ist der Wert des durchschnittlichen Einkommens aller Versicherten in der gesetzlichen Rentenversicherung des vorvergangenen Jahres. Sie ist unter anderem auch Maßstab für die Freigrenze (1/20 der Bezugsgröße) zur Verbeitragung von Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung. So werden Rentenleistungen aus einer bAV bis zu einem monatlichen Betrag von 148,75 EUR (2016 145,25 EUR) nicht mit Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge belastet. Die Freigrenze gilt jedoch für alle Leistungen der bAV zusammen.

Flexirente
Mit der Flexirente können künftig mehr Arbeitnehmer auch im „vorgezogenen“ Ruhestand noch arbeiten. Ab 01.07.2017 dürfen Arbeitnehmer, die vorgezogene Altersrente beziehen (= Rentenbezug vor der Regelaltersrente), jährlich bis zu 6.300 EUR ohne Rentenkürzung hinzuverdienen (bisher 450 pro Monat). Das darüber hinausgehende Einkommen wird zu 40 % bei der Rente angerechnet. Das bisher komplizierte Anrechnungsverfahren mit ein Drittel- und zwei Drittelrenten wurde abgeschafft.

Auch über die Regelaltersgrenze hinaus erzielte Einkommen wirken sich ab 2017 rentenerhöhend aus, wenn der Beschäftigte auf die Versicherungsfreiheit verzichtet. So können Unternehmen und Beschäftigte von der Rentenreform profitieren.

Private Vorsorge (Schicht 1)
Ab 2017 können Steuerzahler mehr Vorsorgeaufwendungen als Sonderausgaben beim Finanzamt geltend machen. Der absetzbare Betrag steigt von 82 auf 84 Prozent. Zu den absetzbaren Beträgen gehören neben den Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung auch die Beiträge zur Basis-Rente (Rürup-Rente). Der Höchstbetrag liegt ab dem 01.01.2017 bei 23.362 EUR (46.724 EUR für Verheiratete).

Der zu versteuernde Anteil für Neurentner steigt von 72 auf 74 % der Rente. Das bedeutet, dass der steuerfreie Anteil nur noch 26 % der Rente beträgt, wobei der steuerfreie Anteil als Festbetrag für die künftigen Jahre festgeschrieben wird. Rentenerhöhungen fallen damit in voller Höhe dem steuerpflichtigen Einkommen zu.