Wichtig zu wissen!

Kategorie: KfZ

2011
02. Feb.

Dienstreisekaskoversicherung

Notwendig oder überflüssig?

Häufig haben sich Firmen, die ihre Mitarbeiter auf Dienstreisen mit eigenen Fahrzeugen schicken, keine Gedanken über die haftungsrechtlichen Konsequenzen des Arbeitgebers bei einem Unfall des Mitarbeiters gemacht. Dabei ist es grundsätzlich egal, ob der Mitarbeiter mehrere hundert Kilometer oder nur bis zur nächsten Post mit dem eigenen Fahrzeug zurücklegt, die Haftung ist immer die gleiche!

Dabei sind die Regelungen des Bundesarbeitsgerichts (BAG) schon lange bekannt und zwischenzeitlich so umfangreich entschieden, dass es kaum noch fragliche Fälle gibt. Genereller Tenor aller Entscheidungen ist, dass der Arbeitgeber im Rahmen seiner Fürsorgepflicht für Schäden, die der Mitarbeiter an seinem Fahrzeug erleidet, einstehen muss. Nach dieser eindeutigen Regelung bleiben dem Arbeitgeber nur zwei Entscheidungsalternativen:

Mitarbeiter unternehmen generell dienstliche Fahrten nur mit Firmenfahrzeugen (was den Nachteil hat, dass entsprechende Fahrzeuge in ausreichender Anzahl vorhanden sein müssen) oder der Arbeitgeber sichert sich entsprechend gegen dieses Risiko ab.

Bei Firmen, bei denen das Risiko durch die geringe Anzahl von Fahrten sehr niedrig ist, reicht es häufig aus, dies in der Budgetplanung zu berücksichtigen. Kommen solchen Fahrten allerdings in größerem Umfang vor, sollte über die Abdeckung des Risikos über eine sogenannte Dienstreisekaskoversicherung nachgedacht werden. Diese Deckung ist bereits für einen Beitrag ab rund 700 EUR im Jahr zu bekommen und deckt die Arbeitgeberhaftung ab.