Rückblick RVM-Forum vom 11.03.2010

Anlässlich der Auftaktveranstaltung zum Jubiläumsjahr „25 Jahre RVM“ am 11. März 2010 fesselte der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg Prof. Dr. h.c. Lothar Späth seine Zuhörer mit seinen Denkanstößen zu dem Thema „Mit einem dynamischen und kreativen Mittelstand erfolgreich in die Zukunft“.

Trotz erneutem Wintereinbruch mit heftigem Schnellfall kamen an diesem Donnerstag über 400 Gäste nach Eningen in die Arbachtalstraße, um den Politiker und früheren Zeiss-Vorstandsvorsitzenden zu erleben. In seiner Begrüßungsansprache skizzierte Rainer Schiefelbein die 25-jährige Erfolgsgeschichte von RVM und dankte den Mitgesellschaftern Erich Burth und Michael Friebe, den Mitbegründern Dr. Adolf Zeile und Dr. Armin Rall, den Kunden, Mitarbeitern und seiner Familie.

25 Jahre sind eine unternehmerische Leistung und lassen sich im Falle RVM vor allem mit der Leidenschaft für kompromisslose Kundenorientierung erklären Denn das wahre Geheimnis des Erfolges die Begeisterung ist, darüber war sich Rainer Schiefelbein ziemlich sicher, als er im Jahre 1985 in Reutlingen am Burgplatz mit seinem Team startete. Lothar Späth spannte in seinem anschließenden Vortrag einen weiten Bogen, der von der Wirtschaftskrise bis hin zu den Problemen einer immer älter werdenden Gesellschaft reichte.

Und wer dabei war, dem wurde nach kurzer Zeit deutlich: hier wird nicht abgehoben über Mittelstands- und Wirtschaftspolitik theoretisiert. Nein, hier spricht jemand über eine Herzensangelegenheit. Mit ihrem Einfallsreichtum und ihrer Flexibilität repräsentieren mittelständische Unternehmen für Lothar Späth ein deutsches Erfolgsmodell.

Und entgegnet Globalisierungskritikern, die die „Systemfrage“ stellen möchten: „So ein Quatsch. Wir sind mit unserer Orientierung auf den Export bislang gut gefahren und werden dies nach der Krise erneut tun.“ Dass Deutschland in den Jahren 2004 bis 2007 Exportweltmeister war, ist für Späth auch nicht das Resultat politischer Verordnungen „von oben“. Sondern viel mehr das Ergebnis der Kreativität des deutschen Mittelstandes: „Die Welt hat Achtung vor unseren Ingenieuren, Tüftlern und Familienbetrieben; die führen uns aus der Krise.“ Die größte Herausforderung für die Wirtschaft sieht Lothar Späth in der zunehmenden Überalterung unser Gesellschaft. „Es wird vieles ganz anders werden“, gibt der 72-Jährige zu bedenken und weist auf die explodierenden Kosten im Gesundheitswesen hin. Für seine unkonventionellen Ausführungen erntete Lothar Späth vom begeisterten Auditorium Zustimmung und Applaus und stand später, als man sich zum Buffet begab, auch gerne für ein „Schwätzle“ zur Verfügung.

Gefeiert wird das Jubiläum „25 Jahre RVM“ mit zwei weiteren abendlichen Vortragsveranstaltungen, den RVM-Foren am 17. Juni und 21. Oktober 2010. Ein breites, nicht versicherungsspezifisches Themenspektrum mit bekannten Referenten soll breite Kreise ansprechen und Denkanstöße vermitteln.